Infrarotwärme

Infrarotwärme wird mit verschiedenen technischen Umsetzungen zum heizen. für den Wellnessbereich und in der Medizin genutzt. Man unterscheidet drei Arten von Infrarotlicht, Infrarot (IR) A, B und C. Der Unterschied liegt in den Wellenlängen der Strahlen, die jeweils unterschiedlich tief in die Haut eindringen.

Unterscheidung der Infrarotstrahlen

Alle Wärmestrahlenquellen - außer Laser - geben elektromagnetische Strahlung in einem breiten Spektrum mit unterschiedlichen Wellenlängen ab. Die Infrarot-Wellenlängen werden in kurzwellig IR-A, mittelwellig IR-B und langwellig IR-C unterschieden. Die Oberflächentemperatur einer Strahlungsquelle definiert unter anderem das Spektrum der Strahlung und auch die maximale Wellenlänge. Unter 350° Celsius wird fast ausschließlich IR-C abgegeben. Der energiereichste Bereich ist das kurzwellige IR-A Infrarotlicht, um von diesem 20 Prozent Anteil in der Strahlung zu erreichen, sind Oberflächentemperaturen über 1.500° Celsius nötig. Die Wellenlänge der Infrarotstrahlen wird in Nanometer (nm) angegeben.
-Infrarot A: schließt sich an den sichtbaren Bereich an, Wellenlänge 780 nm 1.400 nm, dringt am tiefsten in die Haut ein (bis zum Subkutis = Unterhautgewebe)
-Infrarot B: Wellenlänge 1.400 - 3.000 nm, dringt nur bis zur zweiten Hautschicht, der Lederhaut, ein
-Infrarot C: Wellenlänge 3.000 - 1 Million nm, dringt nur in die erste Hautschicht ein (Oberhaut = Epidermis)
Es werden jeweils 5 Prozent der Strahlung in jeder Hautschicht nachgewiesen. Die Haut absorbiert grundsätzlich jede Infrarotstrahlung, aber verschieden tief. IR-B und IR-C dringen nur wenig ein, das kurzwellige IR-A-Licht hingegen wird bis zu 5 Millimeter Hauttiefe nachgewiesen. Da allerdings nur 5 Prozent der Strahlung so weit vordringen, besteht keine Gefahr, dass Implantate wie ein Herzschrittmacher, Metallschrauben oder eine künstliche Hüfte erwärmt werden. Allerdings könnte es sein, dass IR-A-Strahlen die Hautalterung beschleunigen, wenn auch nicht übermäßig und signifikant. Viele Wellness-Anbieter arbeiten daher eher mit IR-B- und C-Strahlen.

Infrarot im Wellness- und Gesundheitsbereich

Schon seit Jahrtausenden setzen die Menschen Sonnenstrahlen und Wärme zur Linderung von Beschwerden ein. Im Wellnessbereich wird Infrarotstrahlung oft mit anderen Wohlfühlbehandlungen kombiniert, zum Beispiel mit Lavasand. Das Infrarotlicht kann vom Anwender stufenlos und vollelektronisch gesteuert werden, entsprechend dem persönlichen Bedarf und Wärmeempfinden. Schon ab 30° Celsius kann eine Person mit Infrarotlicht gesund und den Kreislauf schonend schwitzen, durch regelmäßige Anwendungen wird das Immunsystem gestärkt, die Durchblutung wird erhöht und der Stoffwechsel verbessert. Infrarot löst Verspannungen und lindert Rückenschmerzen, das intensive Schwitzen fördert die Entgiftung und Entschlackung des Körpers und trägt damit zur Gewichtsabnahme bei. Auch werden Hautkrankheiten positiv beeinflusst. Ein durchschnittlicher Aufenthalt in einer Infrarot-Kabine entspricht der Wirkung eines leichten Herzkreislauf-Ausdauertrainings. Ebenso wird Infrarotstrahlung bei der medizinischen Hyperthermie eingesetzt, bei der ein Körper über längere Zeit in künstliches Fieber bis 42° Celsius versetzt wird, auch können selektiv bestimmte Körperzonen erwärmt und damit Tumore beeinflusst werden.


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